Begegnung mit einer Kult-Figur
Der Autor und die Stimme seiner Hauptrolle lesen aus den haarsträubenden Fällen des Philip Maloney.«Ja, die erste Folge entstand aus einer Laune heraus. Ein Vierteiler. Eine Parodie auf klassische amerikanische Detektive. Philip Marlowe - Philip Maloney. Simpel und ohne Konzept, ein Hauruckunternehmen. Die erste Folge kam an, ich schrieb weiter.»
Maloney war anfänglich bei den Hörerinnen und Hörern beliebter als hausintern. Ich produzierte einfach drauflos, kümmerte mich nicht um die Gifteleien der Hörspieldramaturgen. Die Herren vom Hörspiel hatten sich verrechnet, Maloney war bereits drauf und dran, ein Geheimtipp zu werden. Mit den Jahren wurde aus den Gifteleien freundlicher Applaus. Und heute werden Kurzhörspiele verblüffend ähnlich produziert wie damals mein Maloney.
Roger Graf, geboren 1958, wuchs in Zürich mit nicht ganz einfacher Jugendzeit auf. Erste Gedichte und Kurzgeschichten entstehen während seiner Lehre als Sportartikelverkäufer. 1981 produziert Radio DRS sein Hörspiel «Die Insel die es nicht gibt», 1986 wird er Redakteur für Wortunterhaltung bei Radio DRS. Ab 1989 entstanden dann die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney, mit denen Roger Graf dann schnell sehr bekannt wurde.
Michael Schacht haucht Philip Maloney mit seiner Stimme Leben ein. Er sagt über den Privatdetektiv: «Maloney ist für mich keine Figur, sondern ein Zustand!».





