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Rückblick Saison 2007/08
Aura Quartett
Antonio Grimaldi, Piano

Neujahrskonzert

Mittwoch 2. Januar 2008, 17:15 Uhr

Herzliche Gratulation den Gewinnern einer Eintrittskarte:

Marlies Heinzelmann, Geroldswil
Doris Simmler, Oberwil-Lieli





…Musik auf höchstem Niveau, eine unglaublich feine Nuancierung der Dynamik und eine Freude am Zusammenspiel, eine schier greifbare Liebe zu kleinsten Details.

Hoch waren die Erwartungen an das Aura Quartett am 2. Januar 2008 in der mit Weihnachtssternen aus dem Bluemechratte Oberwil geschmückten Aula Oberwil-Lieli, eine stattlich Besucherzahl erwartete einen musikalischen Leckerbissen zum Jahresbeginn. Das Quartett erschien mit Adam Taubitz anstelle von Hiroko Suzuki . Der 1967 in Katowitz geborene Taubitz debutierte als Solist mit der Schlesischen Philharmonie. Neben seiner Tätigkeit als 1. Konzertmeister des Radio-Symphonieorchesters Basel und später als 1. Stimmführer der 2. Violinen bei den Berliner Philharmonikern gewann er zahlreiche Wettbewerbe und nahm sowohl als Geigensolist als auch als Jazzmusiker (Geige und Trompete) CDs auf. Also sicher ein ebenbürtiger Ersatz für die verhinderte Japanerin Hiroko Suzuki.
Die weiteren Musiker, Roger Pine, Violine; Christian Vaucher, Bratsche und Conrad Wyss, Cello sind alle Mitglieder des Sinfonieorchester Basel.

Einstimmung mit Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart gruppierte seine 23 Streichquartette zu Zyklen, deren verbindendes Element ein gemeinsam prägender Lebensabschnitt oder ein Widmungsträger ist. Das Streichquartett D-Dur KV 575 ist das erste der drei Preussischen Quartette, die zwischen 1789 und 1790 entstanden sind und zum Spätwerk des 1791 verstorbenen Komponisten gehören.
Nach einem nicht ganz über alle Zweifel erhabenen Start fand das Quartett schnell zur Harmonie, die kraftvolle und souveräne, aber niemals unangemessen dominante Führung der ersten Geige, und die fein heraus gearbeiteten Dialoge der Geigen mit der Bratsche und dem Cello gaben dem Stück die Spannung und Leichtigkeit, die Mozarts Dur-Stücke auszeichnen.

Erster Höhepunkt mit Schubert
Antonio Grimaldi, der durch seine Soloabende bei den internationalen Musikfestwochen Luzern bereits ein ansprechendes Renommee hat, wird von den Konzertbesuchern herzlich zu seinem Solopart begrüsst. Mit der Klaviersonate Nr. 20 A-Dur, D. 959 steht ein sehr anspruchsvolles Werk auf dem Programm. Am Anfang ist eine leichte Nervosität spürbar, die der Pianist aber schnell überwindet und mit seiner einfühlsamen und farbigen Interpretation des Schubert-Werkes das Publikum völlig in seinen Bann zieht.

Symphonie der Gerüche und Aromen
Die Konzertpause war traditionellerweise der Begegnung gewidmet, qba verwöhnte die Besucher mit einem herrlichen Apéro, ein Genuss für Augen, Nase und Gaumen. Herzlichen Dank den Helferinnen, die diesen Schmaus ermöglicht haben.

Faszinierende Wandlungsfähigkeit
Nach der Pause folgte das mit Spannung erwartete Klavierquintett A-Dur op. 81 von Antonin Dvo?ák, in dem sich der Pianist und das Quartett zu einer Einheit zusammen finden mussten. Vom ersten Ton an klappte die neue Formation. Mit dem Hin- und Her zwischen Piano und Streichern, den schnellen Rhythmuswechseln und der vom Komponisten witzig eingeflochtenen Melodien spielte das Quintett gekonnt und mit einer wunderbaren Leichtigkeit. Das Publikum zeigte sich zur Freude der Musiker aus Basel für das breite musikalische Spektrum offen und wurde dafür belohnt.
Die Musiker ernteten einen tollen Applaus und bedankten sich mit einer Zugabe, sie spielten das Scherzo aus Dvo?áks Stück noch ein zweites Mal.

Hansruedi Riner













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